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Newsletter 01/2018 vom 24.01.2018

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Ein nachhaltig gutes und gesundes - GRÜNES - neues Jahr wünscht das Team Poreski!

 
 
Liebe Freundinnen und Freunde,

ein ereignisreiches Jahr 2017 liegt hinter uns. Eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen über meine Arbeit im Landtag und im Wahlkreis habe ich für diesen Newsletter zusammengestellt, unterstützt durch mein wie immer engagiertes und wunderbar stimmiges Team: Susanne Häcker und Käthe Hientz im Wahlkreisbüro sowie Deniz Demir-Dikme und  Jörg Bischof im Landtagsbüro.

Ich wünsche Euch und Ihnen allen alles Gute für 2018. Auch im neuen Jahr werde ich mich nach Kräften dafür einsetzen, dass wir im Ländle den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die ökologische Modernisierung voranbringen – in Einzelfällen ebenso wie in den großen Linien grüner Politik. Dass Jamaika auf Bundesebene aufgrund einer hasenfüßigen FDP nicht zustande kam, beeinflusst die Landespolitik natürlich auch. Wir sind zum Beispiel im Klimaschutz unter den Bundesländern vorn, doch ohne eine bessere Bundespolitik werden wir unsere Ziele im Land verfehlen. Das schmerzt zwar, entmutigt uns aber nicht und spornt uns umso mehr an das Ländle weiterhin erfolgreich zu begrünen!

Vieles Weitere, Tagesaktuelles und Grundlegendes, zu meiner Arbeit findet sich auf Facebook https://www.facebook.com/ThomasPoreskiMdL/    und auf meiner Website www.thomasporeski.de

Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße!

Thomas Poreski

 


 

Inhalt

1. Doppelhaushalt 2018/2019 - Grüne Schwerpunkte
2. Haushaltsrede zum Einzelplan Soziales und Integration
3. Strategie Quartier 2020 
4. Sternstunde im Landtag mit Gouverneur Jerry Brown
5. Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Baden-Württemberg
6. Fachgespräch Starke Familien – Kinder stärken
7. Anhörung "Reclaim the Streets": Sichere Räume statt Angsträume
8. Luftreinhalteplan Reutlingen und Scheibengipfeltunnel
9. Bildungspolitik
10. Neuer Studiengang „Soziale Arbeit“ in Reutlingen
11. Termine
12. Landtagsfahrten


 

Doppelhaushalt 2018/2019 - Grüne Schwerpunkte 

Der Doppelhaushalt 2018/19 hat öffentlich eine gute Resonanz erhalten. Tenor: Die grün-schwarze Koalition setzt den klaren Kurs hin zu Innovationen und zu Nachhaltigkeit fort und hat dabei die Konsolidierung fest im Blick. Erstmals zahlt das Land Schulden zurück – eine halbe Milliarde in 2 Jahren. Zugleich bauen wir indirekte Schulden ab. Denn „optische“ schwarze Zahlen bringen nichts, wenn zugleich die Infrastruktur verfällt und notwendige Zukunftsinvestitionen unterbleiben. Weil der Landeshaushalt das Fundament dafür legt, dass es den Menschen in unserem Land in den nächsten Jahren besser geht, dass wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die ökologische Modernisierung voranbringen, ging dem ein monatelanges und hartes Ringen voraus.

Im Wirtschaftsausschuss ist es mir gelungen, dass es beim Landesarbeitsmarktprogramm keinerlei Kürzungen gab – es bleibt bei 3,5 Millionen Landesmitteln, die durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und durch Mittel der Agentur für Arbeit ergänzt werden. Die unabhängigen Erwerbslosenberatungen – darunter auch die Arbi Reutlingen – wurden abgesichert.

Gegenüber dem Entwurf zum Sozial- und Integrationshaushalt haben wir als grüner AK Soziales und Integration unter meinem Vorsitz einige Millionen Euro zugunsten unserer Kernanliegen verschoben - und zusätzlich durch einen weit überproportionalen Anteil an den Fraktionsmitteln abgesichert. Schwerpunkte dabei waren Verbesserungen bei der Frauenhausfinanzierung und beim Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen, bei den Fachberatungsstellen für die Opfer von Menschenhandel, bei der Stärkung der Alkoholprävention und den Hilfsangeboten für Kinder suchtkranker Eltern, beim Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte sowie inklusiven Projekten wie der Landesauswahl für Fußballer mit geistiger Behinderung und der Jugend- und Freizeitstätte CircArtive, bei der Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung sowie den Zuschüssen an die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer, beim Arbeitskreis Leben zur Suizidprävention, beim Landesseniorenrat sowie beim Landesfamilienrat und dem Netzwerk Familienbildung, bei der Einrichtung einer Hörtracking-Zentrale für Neugeborene ebenso wie bei der Beratungsstelle Yasemin, gegen Zwangsverheiratung und gegen Gewalt im Namen einer so genannten Ehre, ebenso bei der wissenschaftlich begleiteten Weiterentwicklung des Kinderschutzes, in Kooperation mit unseren 46 Jugendämtern – und nicht zuletzt beim Zukunftsplan Jugend, der gegenüber Grün-Rot um jährlich 5 Millionen erhöht wurde. Das alles war möglich, weil „mein“ AK inzwischen zu einem tollen und durchsetzungsstarken Team zusammengewachsen ist.

 

 
 

Haushaltsrede zum Einzelplan Soziales und Integration

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er ist angewiesen auf eine aktive Bürgerschaft, die sich beteiligt und Empathie & Solidarität zeigt. Und er braucht gute staatliche Rahmenbedingungen.

Die grün-schwarze Koalition arbeitet an einer hochwertigen, zuverlässigen und sektorenübergreifenden Gesundheitsversorgung, am Schutz vor Armut und Benachteiligung, am guten Miteinander der Generationen in gesellschaftlicher Vielfalt und an guten Lebensbedingungen auch im Nahraum der Menschen - für ein offenes, tolerantes und solidarisches Baden-Württemberg.

Dies war der Einstieg zu meiner Haushaltsrede, die ich im Namen des gesamten Arbeitskreises Soziales und Integration am 14.12. halten durfte. Der Redetext befindet sich unter folgendem Link

Das Video zur Rede ist hier:

http://www.landtag-bw.de/home/mediathek/videos/2017/20171214sitzung0491.html?t=9155

Ebenso wichtig war meine zweite Rede in der Debatte, mit einer Replik auf die Oppostion von SPD, FDP und AfD. Der Text findet sich hier und das Video dazu hier.

 


 

Strategie Quartier 2020 

Unsere grüne Staatssekretärin Bärbl Mielich hat gemeinsam mit unserem grünen Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am 23. November bei einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart 53 Kommunen für ihre Ideen und Konzepte zur generationengerechten Quartiersentwicklung mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgezeichnet. Der Ideenwettbewerb war der Startschuss für die Landesstrategie ‘Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.‘ Zentraler Gedanke ist es, die Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung ihrer Quartiere vor Ort zu unterstützen und zu begleiten. Dafür entwickelt das Land ab 2018 flächendeckende Beratungs- und Unterstützungsangebote. Zum anderen erhalten Kommunen, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure kostenlose Fach- und Prozessberatung für ihre Aktivitäten vor Ort. Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2018/2019 sind für diese Maßnahmen  im Etat des Sozial- und Integrationsministeriums insgesamt 12 Millionen Euro eingestellt.

Quartiersentwicklung aus der Perspektive des Sozialministeriums hat als Ausgangspunkt die Erkenntnisse der Enquete Pflege aus der vergangenen Wahlperiode. Die Grundanliegen der  Quartiersentwicklung gehen aber weit darüber hinaus. Deshalb haben wir in der Fraktion einen AK-übergreifenden Arbeitszusammenhang geschaffen, der versucht, über die Grenzen der Ministerien eine ganzheitliche Quartiersentwicklung zu fördern und mit dem Sozialministerium abzustimmen. Unsere Perspektive dabei habe ich so formuliert: Ein Quartier ist ein Sozialraum wie ein Stadtteil, Kiez oder Dorf, in dem die Lebensverhältnisse sozialpolitisch und sozialarbeiterisch so gestaltet werden können, dass Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten, Herkunft, Altersstruktur, mit und ohne Behinderungen dazu angeregt oder befähigt werden (Empowerment), sich selbst zu vertreten, zu begegnen und gegenseitig zu unterstützen.  Gelingensfaktoren dafür sind institutionelle „Anker“ wie Mütter- und Nachbarschaftszentren, Kinder- und Familienzentren sowie Mehrgenerationenhäuser, vielfältige barrierefreie Gestaltungsräume, eine professionelle Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement sowie leicht zugängliche soziale Unterstützungsangebote. Quartiere sind Orte der Beteiligung, die entscheidend dazu beitragen, dass sich Menschen in einer offenen und demokratischen Gesellschaft zuhause fühlen. 
Dazu braucht es den Willen der Sozialpolitik – in den Kommunen, Kreisen, Ländern und im Bund -, nicht nur in notwendige individuelle Unterstützungsstrukturen, sondern auch vorsorgend in den Sozialraum zu investieren. Sozialraumorientiert und damit passgenauer, früher und flexibler zu handeln bedeutet: Zielgruppenübergreifend statt auf Problemgruppen reduziert, eine kooperierende Trägerlandschaft sowie  die ressourcenorientierte und wertschätzende Wahrnehmung der Menschen im Quartier.  Diese brauchen in vielen Fällen Unterstützung, wollen aber auch baldmöglichst unabhängig von formalen Hilfestrukturen werden und Selbstwirksamkeit im eigenen Handeln erfahren. Diese Empowerment-Perspektive erfordert professionell begleitete Personal- und Organisationsentwicklungsprozesse bei Trägern und Verwaltungen.

 

 

Sternstunde im Landtag mit Gouverneur Jerry Brown

Am 8. November erlebte der Landtag eine wahre Sternstunde. Zu Gast war der kalifornische Gouverneur Jerry Brown, der mit Winfried Kretschmann und Franz Untersteller das weltweit größte Klimaschutzbündnis "Under2MoU" initiiert hat. Zu hören gab es eindringliche Worte eines lebensklugen und vor Energie sprühenden 79-Jährigen Anti-Trump, der bereits in den 70ern "der erste Grüne Regierungschef" weltweit war und vor wenigen Jahren als Nachfolger von Arnold Schwarzenegger wiedergewählt wurde. Aus grüner Sicht ein Genuss – und für die an dieser Plenarsitzung zufällig anwesenden Mitglieder des Jugendlandtags eindrücklich – war die großartige Mischung aus visionärem Denken und Pragmatismus sowie die rhetorische Ausstrahlung dieses Urgesteins der progressiven Ökologiebewegung. Angesichts seiner Vitalität und seines Alters – 10 Jahre älter als unser Ministerpräsident – konnten wir uns gegenüber Winfried Kretschmann den Hinweis nicht verkneifen, dass Jerry Brown in vieler Hinsicht ein Vorbild sein könnte.


 

Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Baden-Württemberg 

Das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines modernen Teilhaberechts für Menschen mit Behinderung. Unser Grüner Arbeitskreis Soziales und Integration begleitet den Umsetzungsprozess  aktiv und hat dazu am 23. Oktober 2017 gemeinsam mit der CDU Fachleute, Betroffene und Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Anhörung in den Plenarsaal des Stuttgarter Landtags eingeladen. Ich werde die Ergebnisse der Anhörung sehr ernst nehmen und in den Gesetzgebungsprozess einfließen lassen, der im neuen Jahr im Landtag richtig Fahrt aufnehmen wird.

Die Dokumentation der Anhörung kann hier eingesehen werden.

Meine Kernpunkte für das Gesetz hat der grüne Fraktionsvorstand übernommen. Zentral ist eine mit der UN-Behindertenrechts-konvention konforme Bedarfsbemesserung,  die im Einzelfall dialogisch mit den Leistungsberechtigten sowie unter Beteiligung der Leistungsträger und der Leistungserbringer erfolgt.

Wichtig ist mir, dass die Aufgaben der Eingliederungshilfe wie bisher von den Landkreisen in geeigneten Fällen an kreiseigene Kommunen - wie in Reutlingen - delegiert werden können.

Außerdem sollen die Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen bei der Abstimmung in der Vertragskommission wie die Leistungsträger und Leistungserbringer ein Stimmrecht haben. Damit die Teilhabemöglichkeit nicht nur auf dem Papier steht, ist für ehrenamtlich mitwirkende Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen ggf. eine Schulung und ggf. eine angemessene Aufwandsentschädigung erforderlich. 

  
 
 
 

Fachgespräch Starke Familien – Kinder stärken

„In Baden-Württemberg leben 325 000 Kinder, die armutsgefährdet sind. Das sind 325 000 zu viele.“ so Prof. Christel Althaus, die Vorsitzende des Landesfamilienrat Baden-Württemberg beim Fachgespräch „Starke Familien – Kinder stärken: Strategien gegen Kinderarmut“ der  Grünen Landtagsfraktion. Wie sieht Kinderarmut aus und wie kann sie sich auswirken? Wie kann Kinderarmut bekämpft und welche Präventionsmaßnahmen müssen getroffen werden, um allen Kindern die gleichen Entwicklungs-, Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen? Darüber haben meine Fraktionskollegin und familienpolitische Sprecherin Dorothea Wehinger und ich mit vielen Akteuren und Engagierten beraten. Best-Practice-Impulse kamen u.a. vom Netzwerk Kinderchancen Singen e.V. und vom Runden Tisch gegen Kinderarmut Tübingen. Die Ergebnisse wurden festgehalten und werden nun ausgewertet. Unsere Grüne Landtagsfraktion möchte daraus ein Impulsprogramm für das Land erarbeiten. Das Land hat hier vor allem eine Aufgabe bei der Förderung von Strukturen. Wir denken dabei aber immer die bundespolitische Perspektive mit – etwa die Notwendigkeit einer Kindergrundsicherung, entsprechend der grünen Beschlusslage auf Bundesebene.


 
 
 

Anhörung "Reclaim the Streets": Sichere Räume statt Angsträume

Zur Anhörung "Sicherheit im öffentlichen Raum" hatten wir als Arbeitskreis für Soziales und Integration gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Inneres, Digitalisierung und Migration am 29. November in den Landtag eingeladen. Es stand unter dem Motto: "Reclaim the Streets. Sichere Räume statt Angsträume".

Wie können Polizei und Clubs für mehr Sicherheit gegen Übergriffe auf junge Frauen sorgen? Wie weit liegen gefühlte Sicherheit und tatsächliche Gefahren im öffentlichen Raum auseinander? Und bringt Datenanalyse (Predictive Policing) wirklich etwas bei der Verbrechensbekämpfung?
Diese Fragen haben wir mit Expert*innen, Mitarbeiter*innen von Hilfsprojekten und Interessierten diskutiert. Spannend dabei zum Beispiel das Landeskriminalamt Niedersachsen. Sie haben Kriterien für eine sichere Kommune erarbeitet. Und da sind klassische Polizeikriterien absolut nachrangig gegenüber einer Stärkung der Zivilgesellschaft und Beteiligungsmöglichkeiten gerade auch für benachteiligte Personengruppen. Wir werden daraus Kriterien und Maßnahmen für Baden-Württemberg ableiten.


 
Luftreinhalteplan Reutlingen und Scheibengipfeltunnel

Am 14. November 2017 hat Verkehrsminister Winfried Hermann MdL das Landeskabinett über den Entwurf der 4. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes für Reutlingen informiert.Der Luftreinhalteplan und weiterführende Informationen sind hier zu finden.

In der Stadt wurde im Jahr 2016 der Immissionsgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit für Stickstoffdioxid (NO2) deutlich überschritten. Die bisher vorgenommenen Maßnahmen von Stadt und Land tragen dennoch Früchte: Im Jahr 2017 deutete sich schon vor der Eröffnung des Scheibengipfeltunnels eine Entlastung um mehrere Mikrogramm an. Die Anzahl der zulässigen 35 Überschreitungstage des Tagesmittelwertes für Feinstaub PM10 wurde hingegen in den Jahren 2014 bis 2016 eingehalten (Link zu den aktuellen Messwerten).

Zweckoptimist*innen hoffen immer noch, dass sich mit der Eröffnung des Scheibengipfeltunnels im Oktober auch die Luftqualität in der Innenstadt und insbesondere an der Lederstraße verbessert. Dies wird jedoch weit weniger der Fall sein als erhofft. Realistisch betrachtet müssen noch weitere Maßnahmen folgen, um die Grenzwerte für Stickstoffdioxid einzuhalten. Die Maßnahmen im Planentwurf umfassen u.a. die Förderung des Umweltverbundes und der Elektromobilität, eine Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung, sowie ein Geschwindigkeitskonzept für die Stadt Reutlingen.

Trotz des umfangreichen Maßnahmenbündels wird es im Jahr 2018 voraussichtlich nicht zu einer Einhaltung des zulässigen Jahresmittelwerts für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter kommen. Ab 1. Januar 2020 müsste dann die bestehende Umweltzonenregelung in Reutlingen verschärft und eine blaue Umweltzone eingeführt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch die Fortschreibung der Plakettenregelung der 35. Bundesimmissionsschutzverordnung durch den Bundesgesetzgeber. Bisherige Studien haben ergeben, dass die Blaue Plakette wirksamer ist als alle anderen Maßnahmen zusammen.  Also: Alle vorgelagerten Maßnahmen wie Bus- und Radkonzept sind notwengig. Aber ohne die Blaue Plakette wird das alles nicht reichen. Wir müssen und werden der – voraussichtlichen – GroKo Druck machen, Winfried Kretschmann und Winne Hermann sind da sehr aktiv! Dabei spielt immer auch die von mir angestoßende Nachrüstung für ältere Dieselfahrzeuge eine Rolle, die in der Verantwortung und auf Kosten der Hersteller erfolgen muss. Hier der Link zum Wirkungsgutachten.

 

Bildungspolitik

In der Bildungspolitik haben wir einen nach wie vor sehr gelungenen, zwischen Grün und Schwarz fair austarierten Koalitionsvertrag auf der einen Seite und eine unübersehbare Kritik an der ministeriellen Praxis andererseits. Wir bemühen uns als Grüne – allen voran unserer Fraktionsvorsitzender Andreas Schwarz – darum, die faire Balance des Koalitionsvertrags auch praktisch durchzusetzen und uns dabei auch fair mit unserem Koalitionspartner auseinanderzusetzen.

Das geht nicht ohne auch öffentlich sichtbare Konflikte, etwa bei den Gemeinschaftsschulen oder der schulischen Inklusion. Beispielsweise halten wir nichts von dem von der CDU propagierten Widerspruch zwischen einer leistungsfähigen und einer humanen Schule. Im Gegenteil: Nur kindgerechte und ganzheitliche Bildung ist im internationalen Maßstab auch erfolgreich. Die aktuellen VERA 8 Vergleichsarbeiten haben gezeigt, dass es den Starter-Gemeinschaftsschulen gelungen ist, trotz einer anderen Schülerzusammensetzung als an Realschulen, ähnliche  Ergebnisse zu erlangen. Das zeigt: es ist nicht immer entscheidend mit welcher Empfehlung ein*e Schüler*in an eine Schule geht, entscheidend ist, was man daraus macht.

Nichtsdestotrotz gelingt die sachliche Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner im Einzelfall durchaus. Ich hatte mit dem Kollegen Röhm aus dem Nachbarwahlkreis einige gute Termine bei einzelnen Schulen und beim Schulamt. Weitere sind bereits vereinbart. Thema ist zum Beispiel eine bessere und faire Lehrerzuweisung und Ressourcensteuerung, wie sie versuchsweise seit bald drei Jahren – auf meine Initiative hin – in unserem Schulamtsbezirk erfolgreich praktiziert wird.


 

Neuer Studiengang „Soziale Arbeit“ in Reutlingen

Gut vier Jahre nachdem ich die Idee für das neue Konzept eingebracht habe, richtet die Evangelische Hochschule Ludwigsburg nun den Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ auf dem Hochschulcampus Reutlingen ein, mit 35 Studierenden pro Semester.
Der gesellschaftliche Bedarf in diesem Bereich ist unbestritten und die Region bietet beste Anknüpfungspunkte für den Praxisbezug dieses Studiengangs. Er ist eine wertvolle Ergänzung des vorhandenen Bildungsangebots und sorgt für zusätzliche Fachkräfte in Leitungsfunktionen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft.

Die Verortung des neuen Studiengangs in Reutlingen war jedoch keinesfalls ein Selbstläufer, und ich musste während der gesamten Entwicklungsphase Überzeugungsarbeit leisten. Aber auch in den vielen Phasen, in denen das Projekt praktisch gescheitert schien, konnte ich immer unsere Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überzeugen und ihre Unterstützung gegenüber dem für die Gebäude zuständigen Finanzministerium erwirken. In der Region hatten wir starke Fürsprache besonders der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, der Agentur für Arbeit und nicht zuletzt der Hochschule Reutlingen. Das war entscheidend, denn die Konkurrenz war nicht von Pappe. Auch andere Standorte wollten den Studiengang unbedingt haben, boten zum Beispiel mietfreie Räume und bis zu zwei Millionen Euro Anschubfinanzierung.

Doch das Wissenschaftsministerium gab der Achalmstadt auch aufgrund der sehr guten Vernetzung von Forschung und sozialer Arbeit den Vorzug und sagte der kirchlichen Hochschule eine fünfjährige Teilfinanzierung über insgesamt 3,5 Millionen Euro zu. Zum Sommersemester 2018 sollen nun die ersten Studierenden in Reutlingen beginnen. Die feierliche Eröffnung mit unserer grünen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ist am 9. April. Ein guter und wichtiger Termin für Reutlingen und die Region!


 

Termine

Als neues Serviceangebot werde ich ab Februar 2018 an jedem ersten Montag im Monat von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr eine offene Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger anbieten. Der erste Termin findet am 5. Februar in meinem Wahlkreisbüro in der Gartenstraße 18 in Reutlingen statt.


 

Landtagsfahrten

Auch im Jahr 2018 bekommen interessierte Bürger*innen die Möglichkeit im Rahmen einer Landtagsfahrt meine Arbeit sowie die des Parlaments besser kennenzulernen.

Die Fahrten sind  für den 6. Juni 2018 (Abfahrt Reutlingen Hbf 7:09 Uhr) und den 7. November 2018 (Abfahrt 8:07 Uhr Reutlingen Hbf) geplant.

Neben einer allgemeinen Einführung durch den Besucherdienst, den Besuch einer Plenardebatte und eines Abgeordnetengesprächs mit mir,  ist ein Rundgang durch die Räumlichkeiten der Grünen Fraktion im Haus der Abgeordneten sowie ein gemeinsames Mittagessen vorgesehen.

Ihr könnt Euch bereits jetzt bei meiner Wahlkreismitarbeiterin Susanne Häcker unter der E-Mail-Adresse
Thomas.Poreski.wk@gruene.landtag-bw.de anmelden.


 

Impressum

Thomas Poreski MdL
Sozialpolitischer Sprecher
Sprecher für Jugendpolitik
Sprecher für Technologiepolitik
Konrad-Adenauer-Str. 12
70173 Stuttgart

thomas.poreski@gruene.landtag-bw.de

www.thomasporeski.de


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