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Grün-Schwarz geht Schulsanierung mit 337 Millionen Euro an

Neue Datenleitungen oder Dächer: Mit einem großen Sanierungsprogramm hilft die grün-geführte Regierung landesweit Schulen, ihre Gebäude, Heizungen oder Technik zu erneuern. Auch Schulen im Landkreis Reutlingen, Tübingen und im Zollernalbkreis profitieren von den dringend benötigten Mitteln: Die Reutlinger Theodor-Heuss-Schule erhält 3.322.000 Euro für die Schadstoffsanierung, Erneuerung der Fenster, Elektroinstallationen, die Technikzentrale sowie Gebäudeleittechnik und Akustikmaßnahmen. Die Werdenbergschule in Trochtelfingen erhält 850.000 Euro (Erneuerung Fenster, Bodenbeläge, Energetische Maßnahmen, Malerarbeiten, Sanierung naturwissenschaftliche Räume), die Kirchentellinsfurter Graf-Eberhard-Schule 1.610.000 Euro (Austausch Fenster, Außendämmung, Dachisolierung, Erneuerung Lüftungsanlagen), das Gymnasium in Hechingen 101.000 Euro (Sanierung Brandschutz, Schadstoffentfernung, Erneuerung Elektroinstallation), die Grundschule in Jungingen 341.000 Euro (Statische Ertüchtigung der Kellerräume, Sanierung Dachstuhl, Sanierung Fassade), die Grundschule Leidringen in Rosenfeld 88.000 Euro (Austausch Sanitär, Elektro, Lüftungsleitungen, neue Be- und Entlüftungsanlage im WC-Bereich, Fließenarbeiten, Austausch von Fenstern in den Klassenzimmern, Innentüren, Gipser, Maler, Tapezierarbeiten), die Philipp-Matthäus-Hahn Schule in Balingen 179.000 Euro (Erneuerung der abgehängten Decken, Türen, Raumakkustik, Maler-Tapezierarbeiten, Austausch Bodenbeläge, Erneuerung der Elektroinstallation, Beleuchtung), die Kaufmännische Schule Hechingen 517.000 Euro (Austausch der abgehängten Decken, Bodenbeläge, Fenster, Innensimsen, Fassade, festverbundene Ausstattung Bio, Chemie, Malerarbeiten, Gebäudetechnik, Elektroinstallation, Sanitärräume).

„Jeder kennt die Berichte unserer Kinder von undichten Gebäuden und maroden Toiletten. Mit der schlagkräftigen Summe von insgesamt über einer halben Milliarde Euro greifen wir den Kommunen flächendeckend unter die Arme, damit sie die Mängel in den Schulen rascher und effektiver beseitigen können“, sagt MdL Thomas Poreski.

Das Land schüttet in einer ersten Tranche einen Betrag von 172 Millionen Euro vom kommunalen Sanierungsfonds aus. Insgesamt stehen aus dem Kommunalen Sanierungsfonds 337 Millionen Euro für Schulsanierungen zur Verfügung. Weitere 251 Millionen Euro steuert der Bund bei. Aus diesen Fördertöpfen kommen insgesamt 69.871.000 Euro allein Schulen im Regierungspräsidium Tübingen zugute.

Ob eine Schule für ihr Sanierungsprojekt öffentliche Gelder erhält, orientiert sich an festen Vorgaben: So kommen Bauvorhaben von mehr als 200 000 Euro in Frage. Bewilligt werden die Anträge vom zuständigen Regierungspräsidium.

MdL Thomas Poreski: „Das Förderprogramm ist eine echte Zukunftsinvestition und eine Investition in gute Bildung. Denn gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen.“

Auch zum Klimaschutz trüge die Sanierung von Gebäuden einen wichtigen Teil bei, so MdL Thomas Poreski weiter. „Wir müssen alles daran setzen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg geht auf Gebäude zurück. Das Land geht als Vorbild voran, indem es durch kluge Sanierungen in Schulen die Klimabilanz verbessert.“

Nach Berechnungen des Städtetags gibt es einen Investitionsbedarf von drei bis vier Milliarden Euro an baden-württembergischen Schulen. Aufgabenträger sind die Kommunen und die freien Schulträger. Das Land und der Bund unterstützen die Träger bei dieser gewaltigen Herausforderung.