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Thomas Poreski und Daniel Lede Abal sprechen sich für ein Miteinander der Schulen aus

Zu der Debatte über angebliche Tricksereien bei der Schülerzahlermittlung für die gymnasialen Oberstufen an Gemeinschaftsschulen melden sich die  Landtagsabgeordneten Thomas Poreski und Daniel Lede Abal (GRÜNE) zu Wort.

„Wir sollten die Neiddebatte schleunigst beenden. Sie ist völlig fehl am Platz und schadet allen. Richtig ist: Alle Schularten sind mit Herausforderungen konfrontiert, die neue Antworten notwendig machen. Wenn wir diese Herausforderungen erfolgreich meistern wollen, sollten wir ein Miteinander der Schulen gestalten, kein Gegeneinander“, geben die Landtagsabgeordneten aus Reutlingen und Tübingen, Thomas Poreski und Daniel Lede Abal zu bedenken.

„Die Vorwürfe gegen die Gemeinschaftsschulen sind unsäglich und entsprechen nicht der Sachlage“, so Poreski und Lede Abal weiter.

Hintergrund ist der Vorwurf verschiedener Lehrerverbände, dass Gemeinschaftsschulen bei der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe gegenüber anderen Schularten bevorzugt würden. Dieser Darstellung widersprechen Poreski und Lede Abal: „Es ist selbstverständlich, dass bei Gymnasien gleich welcher Art umliegende Gemeinden in die Berechnung der möglichen Schülerzahl in der Oberstufe einbezogen werden.“

In der heterogenen Gesellschaft von heute ist ein Lern- und Unterrichtsangebot, welches alle Schülerinnen und Schüler individuell nach ihren Voraussetzungen fördert und fordert das Gebot der Stunde. „Ganz besonders die Gemeinschaftsschulen leisten hier innovative Pionierarbeit“, heben Poreski und Lede Abal hervor.  Sie betonen: „Gemeinschaftsschulen leisten den größten Beitrag, wenn es um Inklusion geht und um Integration.“

„Wir freuen uns, dass es nun an einer Oberstufe in Tübingen ein Unterrichtsangebot geben wird, welches sich auf Basis dieser Grundhaltung definiert.“ Poreski und Lede Abal danken den Lehrerinnen und Lehrern, die engagiert an der pädagogischen Konzeption arbeiten. „Davon werden mittelfristig alle Gymnasien profitieren“, sind sich Poreski und Lede Abal sicher.

 

Hintergrundinformation:

In Baden-Württemberg lernen heute rund 50.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 300 Gemeinschaftsschulen. Schülerinnen und Schüler lernen dort in jedem Fach auf der für sie am besten geeigneten Niveaustufe. Die Schülerinnen und Schüler können zwischen den Niveaustufen wechseln und werden so optimal nach ihrem Leistungsstand gefördert und gefordert.

Einer Gemeinschaftsschule, die die gesetzlich vorgeschriebene Mindestschülerzahl von 60 erreicht, wird die Oberstufe ermöglicht, sofern ein öffentliches Interesse dafür besteht. Dabei werden wie bei den anderen Gymnasien auch die zugangsberechtigten Schülerinnen und Schüler benachbarter Schulen berücksichtigt.