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Grün-Rot fördert Journalistenschule Reutlingen mit 150.000 Euro

Die Reportageschule Günter Dahl in Baden-Württemberg ist einzigartig und gehört bundesweit zu den fünf besten Journalistenschulen. Umso erfreuter ist der Reutlinger Landtagsabgeordnete Thomas Poreski (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), dass sie nun auch finanzielle Unterstützung findet. "Ich freue mich sehr, dass es mit einer grün-roten Kraftanstrengung gelungen ist, die Schule auf eine solide Grundlage zu stellen" so Poreski. Auf Vorschlag der Grünen und der SPD im Landtag und unter Federführung des grünen Kulturstaatssekretärs Jürgen Walter, wird die Journalistenschule mit 150.000 Euro unterstützt. Thomas Poreski betont: "Damit wird die Förderung des Qualitätsjournalismus zu einem baden-württembergischen Markenzeichen!"

Den Hochschulstandort Reutlingen nicht rückwärts, sondern nach vorne denken

Reaktion zu: Inklusion / Leserbrief von Professor Dr. Klein vom 5.7.

 

Professor Klein hat in vielem Recht: Der Wegzug der Sonderpädagogik an die ihr übergeordnete Pädagogische Hochschule in Ludwigsburg ist ein schwerer Verlust für Reutlingen, ihre gute Vernetzung mit den Strukturen von und für Menschen mit Behinderungen beispielhaft und schwer zu ersetzen. Ich verstehe auch die Bitterkeit von Professor Klein, weil hier sein Lebenswerk die Region verlässt. Dennoch kann ich einiges, was er mir zugeschrieben hat, nicht stehen lassen.

Eine Standortverlagerung wird nicht vom Parlament bestimmt, sondern ist selbständiges Verwaltungshandeln der zuständigen Ministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Finanzen und Wirtschaft. Tatsächlich wurden die Weichen für die Standortverlagerung bereits gestellt, bevor ich in den Landtag gewählt wurde. Das liegt mit daran, dass die Zahl der Lehramtsstudierenden in den kommenden zehn Jahren um 30 Prozent zurückgehen wird. Ludwigsburg sichert sich mit der Umsiedlung ihrer Fakultät für Sonderpädagogik, mit einer dann längerfristig lebensfähigen Größe, als Standort ab. Ebenso wichtig: Eine sich inklusiv weiterentwickelnde Schullandschaft ist davon abhängig, dass Regelschullehrer/innen bereits in ihrer Ausbildung mehr Kompetenz im Umgang mit Kindern mit Behinderungen entwickeln. Ebenso müssen Sonderpädagogen von vornherein auf ihren notwendigen Einsatz auch in Regelschulen vorbereitet werden. Das geht schlecht, wenn die Studierenden in ihrer Ausbildung konsequent voneinander getrennt studieren. Deshalb ist auch ein erheblicher Teil der Studierenden und der Lehrenden in der Reutlinger Sonderpädagogik für den Umzug nach Ludwigsburg.

Vor diesem Hintergrund halte ich es für sinnvoll, die Debatte um den Hochschulstandort Reutlingen nach vorne gerichtet und nicht rückwärtsgerichtet zu führen. Ich habe dafür nicht, wie Professor Klein schreibt, eine Hochschule für Pflege vorgeschlagen. Vielmehr habe ich mit vielen Akteuren Gespräche über neue Studiengänge in den Bereichen Gesundheit und Soziales geführt, die von der Hochschule Reutlingen als Kooperationsprojekte mit anderen Hochschulen bei uns in Reutlingen angeboten werden. Die Hochschule Reutlingen hat dafür einen hervorragenden Antrag beim Landesministerium für Wissenschaft und Kunst eingereicht, der nach meiner Einschätzung sehr gute Chancen hat. Diese Studiengänge wären nicht nur eine Bereicherung, sie wären für die Zukunft der in unserer Region sehr starken Sozialwirtschaft von enormer Bedeutung. Deshalb macht es Sinn - bei allem verständlichen Schmerz über den Verlust der Sonderpädagogik - sich jetzt auf die Verwirklichung dieser Zukunftsperspektive zu konzentrieren.

Thomas Poreski MdL Bündnis 90/Die Grünen begrüßt das neue Landeshochschulgesetz

Was sich für die Hochschule in Reutlingen ändert

 

Für mehr Qualität von Forschung und Lehre hat Grün-Rot das Landeshochschulgesetz umfassend überarbeitet. Am 27. März stimmt der Landtag von Baden-Württemberg über die umfangreiche Novelle des Landeshochschulgesetzes ab. "Wir erweitern die Entscheidungsspielräume der Hochschulen und stärken die akademische Selbstverwaltung", betont Thomas Poreski. Das Gesetz schaffe zeitgemäße Karrierewege in der Wissenschaft und ermögliche moderne Formen des Studierens und der Weiterbildung. Poreskis Fazit: "Vieles im Landeshochschulgesetz war von der Realität überholt und musste dringend überarbeitet werden. Das haben wir angepackt."

"Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, auch die Hochschule Reutlingen haben sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt", berichtet Poreski. Längst seien es keine reinen Fachhochschulen mehr, sondern Orte der Lehre, der angewandten Forschung und der Weiterbildung zusammen mit der Wirtschaft. Dieser Entwicklung trage die Novelle Rechnung. "Eine wichtige Rolle wird dabei in Zukunft der neu eingeführte Weiterbildungsbachelor spielen.", so Poreski.

"Einen mutigen Schritt voran geht Baden-Württemberg mit der 'Experimentierklausel', dem Promotionsrecht für Zusammenschlüsse von Hochschulen für angewandte Wissenschaften", sagt Poreski. Im Landeshochschulgesetz hat Grün-Rot eine Möglichkeit geschaffen, einem forschungsstarken Verbund aus Hochschulen für einen befristeten Zeitraum ein thematisch gebundenes Promotionsrecht zu verleihen. "Ich bin zuversichtlich, dass diese Option in den nächsten Jahren mit Leben gefüllt werden wird.", so Poreski. Auch für die Erleichterung der Kooperationen zwischen Hochschulen und Universitäten bei Promotionsverfahren enthält die Novelle Verbesserungen.

Von den ersten Überlegungen bis zum neuen Gesetz dauerte es fast zwei Jahre, in denen es immer wieder intensive Diskussionen mit Hochschulen, Beschäftigten und Studierenden gab. Poreski bewertet diese intensive Bürgerbeteiligung beim Landeshochschulgesetz als "aufwendig, aber wichtig". Nur so sei es möglich, ein passgenaues, unbürokratisches Gesetz zu bekommen. Als Beispiele für Änderungen, die sich erst im Verfahren ergeben hatten, nannte er die Abschaffung der verbindliche Orientierungsprüfung, die Abschaffung der Promotionshöchstdauer sowie den Verzicht auf die ursprünglich vorgesehene Verpflichtung, Prüfungsgebühren zu erheben. "Auch beim Thema Hochschulräte haben wir zugehört und sind zu einer guten Lösung gekommen, indem wir die Kompetenzen klar trennen", resümiert Poreski.

Der Landtagsabgeordnete veranstaltet am 5. Mai ab 17 Uhr eine Diskussions- und Fragerunde für Studierende zum neuen Landeshochschulgesetz. Interessierte können sich unter Thomas.Poreski.WK@gruene.landtag-bw.de oder unter 07121/372679 anmelden.

Umzug der Sonderpädagogik ist Verlust und Chance zugleich

In dem verkündeten Umzug der Fakultät für Sonderpädagogik von Reutlingen nach Ludwigsburg sieht der grüne Reutlinger Landtagsabgeordnete Thomas Poreski einen Verlust für die Region: "Die Fakultät für Sonderpädagogik ist in Südwürttemberg bestens vernetzt und leistet eine hervorragende Arbeit." Dennoch sei für ihn absehbar gewesen, dass das Wissenschafts- und das Kultusministerium eine inklusive Ausrichtung der Lehrerausbildung an einem gemeinsamen Standort in Ludwigsburg als gewichtiger einschätzen würden. "Ich habe deshalb schon vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass für diesen Fall die Region Reutlingen, für die eine starke Sozialwirtschaft prägend ist, einen überzeugenden Ausgleich erhalten muss, der auch für einen Teil der Beschäftigten der Fakultät für Sonderpädagogik eine Perspektive bietet", erklärte Poreski, der auch sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Sein öffentlich geäußerter Vorschlag eines ganzheitlich angelegten pflegewissenschaftlichen Studiengangs in Reutlingen finde nicht nur die Unterstützung der grünen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. "In den vergangenen Wochen", so Thomas Poreski, „haben sich eine Reihe von Vertretern aus Wissenschaft und Sozialwirtschaft bei mir gemeldet und großes Interesse an einem solchen Studiengang geäußert. Jetzt gilt es, die Zeit zu nutzen und mit den infrage kommenden Akteuren ein tragfähiges Konzept zu entwickeln und politisch durchzusetzen." Die Stadt Reutlingen sieht der grüne Abgeordnete dabei als Moderatorin in einer Schlüsselrolle.

Reutlingen/Ludwigsburg: PH-Standort vor der Entscheidung

Nach aktuellen Informationen aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport wird in den nächsten drei Wochen eine Grundsatzentscheidung zum Standort der Fakultät für Sonderpädagogik gefällt werden.

„Nach Gesprächen mit den Ministerien und mit FachpolitikerInnen der Koalitionsfraktionen rechne ich mit fest einer Tendenzentscheidung zugunsten einer Verlagerung nach Ludwigsburg“, erklärt der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Thomas Poreski.

Aus der Sicht des Abgeordneten ist dies eine schwierige Entscheidung. Die Verlagerungspläne seien auch innerhalb der Fakultät für Sonderpädagogik umstritten, weil sowohl die Befürworter eines Standorterhalts in Reutlingen als auch die Umzugsbefürworter gewichtige Argumente ins Feld führen können. Falls es, vor dem Hintergrund einer inklusiv ausgerichteten Lehrerbildung, tatsächlich zur Verlagerung kommt, dringt Thomas Poreski auf ein stimmige Lösung für die Region: „Reutlingen ist ein besonderer und starker Standort für die Sozialwirtschaft. Deshalb brauchen wir bei einer Standortverlagerung ein gutes Konzept für die Region. Dieses beinhaltet neben einem sozialverträglichen Übergang für die Fakultät auch die zeitgleiche Etablierung einer sozialwissenschaftlichen Ersatzstruktur. Denkbar ist beispielsweise ein neuer, ganzheitlich angelegter pflegewissenschaftlicher Studiengang in Reutlingen, in Kooperation von Land und freien Trägern. Damit würde der sozialwirtschaftliche Standort Reutlingen gestärkt. Außerdem würde hier in Reutlingen eine berufliche Perspektive für einen Teil der Beschäftigten der Fakultät für Sonderpädagogik ermöglicht.“ Erfreut ist Thomas Poreski darüber, dass die grüne Wissenschaftsministerin Ministerin Theresia Bauer für den Fall einer Standortverlagerung der Fakultät nach Ludwigsburg ausdrücklich ihre Unterstützung für einen solchen neuen Studiengang in Reutlingen zugesagt hat.

 

Baden- Württemberg soll Demokratischer werden, diese Entwicklung darf nicht vor unseren Hochschulen halt machen. Deshalb hat die grün - rote Landesregierung ein basisdemokratisches Element nach 35 Jahren wieder eingeführt. Die Verfasste Studierendenschaft (VS) steht für mehr Beteiligung der Studenten, bei der Gestaltung ihrer Hochschule und für die Stärkung der Rechte von Studierenden. Eine große Errungenschaft für die Studenten stellt dabei die eigene Budgethoheit und die Öffnung der Hochschulen für Berufstätige dar. Letzteres führt dazu, dass beruflich erworbene Kenntnisse stärker akademisch gewürdigt werden.

 

Was ist die Verfasste Studierendenschaft?

 

Bei der VS handelt es sich um eine in Deutschland traditionsreiche studentische Vertretung, in der ein demokratisch gewähltes Gremium aktiv an der Gestaltung der Hochschule mitarbeiten kann. Die Vertretung der Interessen von Studierenden ist dabei nur ein Teil der Aufgabe. In Zukunft können auch ohne Genehmigung des Rektorats Gelder für studentische Projekte vergeben werden. Die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft war ein elementares Projekt der grün - roten Landesregierung und wir freuen uns, dass unsere Hochschulen in Zukunft demokratischer organisiert sind.

Einmischung erwünscht: Onlineportal zur Verfassten Studierendenschaft wurde eröffnet

 

Thomas Poreski  fordert Studierende zur regen Beteiligung am Forum des Wissenschaftsministeriums auf


Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg sehen in dem jetzt eröffneten Onlineportal zur Verfassten Studierendenschaft ein gelungenes Beispiel für den neuen Politikstil im Lande: Alle, die sich an der Gestaltung einer Reform beteiligen wollen, können dies ohne bürokratische Hürden tun. Der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski von Bündnis 90/Die Grünen  begrüßt dieses Angebot des Wissenschaftsministeriums  an die Betroffenen zur Debatte. Hintergrund ist die Absicht der grün-roten Landesregierung, noch in diesem Jahr ihr Versprechen, die Verfasste Studierendenschaft in Baden-Württemberg wieder einzuführen, umzusetzen. Den Studierenden soll damit wieder eine organisierte Stimme gegeben werden.
 
Poreski: „Bei der Ausgestaltung dieses wichtigen hochschulpolitischen Vorhabens werden neue Wege gegangen: Es findet nicht lediglich ein Anhörungsverfahren herkömmlicher Art statt, sondern die Betroffenen sollen unmittelbar mitdiskutieren können. Das Wissenschaftsministerium hat dazu das Forum „Jetzt mitreden!“ als Diskussionsplattform eingerichtet. Eigene Vorschläge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können vorgestellt und diskutiert werden. Unter dem Motto „Wir wollen Deinen Kopf!“ werden die Studierenden zur Teilnahme ermuntert. Ich appelliere an die Studierenden, diese Chance zur Beteiligung und zur Diskussion wahrzunehmen.“
 
Unter www.wir-wollen-deinen-kopf.de/home  ist nach einer unkomplizierten Registrierung die Teilnahme an der Diskussion möglich. Alle Studentinnen und Studenten sind aufgerufen, sich an diesem innovativen Verfahren beteiligen.
 
Das Forum „Jetzt mitreden!“ wird bis zum 3. März geöffnet sein. Anschließend werden die Beiträge ausgewertet und in das jetzt beginnende Gesetzgebungsverfahren eingespeist. Noch im Sommer dieses Jahres soll das Gesetz zur Einführung der Verfassten Studierendenschaft in Kraft treten.