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Thomas Poreski, Jahrgang 1963, hat zwei erwachsene Kinder und lebt seit 1988 in Reutlingen. Er wurde 2011 erstmals in den Landtag gewählt. Nach dem Studium der Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen und dem Diplomstudiengang Pädagogik - zweites Hauptfach Politik - an der Universität Tübingen, arbeitete er in der mobilen Jugendarbeit, der politischen Bildung und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag, mit den Schwerpunkten Innen, Migration, Armuts- und Reichtumsbericht, Kinder- und Familienpolitik.

Er unterrichtet seit 20 Jahren Kinder-, Jugend- und Sozialhilferecht und war mehrere Jahre Vorstand und ehrenamtlicher Vorsitzender eines freien Trägers der Jugendhilfe. Nach fünf Jahren Referententätigkeit beim Diakonischen Werk der EKD, Mitgliedschaft in der Mitarbeitervertretung sowie der Bundesgeschäftsführung der Evangelischen Obdachlosenhilfe wechselte Thomas Poreski Anfang 2007 zu einem Träger der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, wo er bis zur Wahl in den Landtag Geschäftsführer mit Personalverantwortung für 400 Mitarbeitende war. Diese Tätigkeit ruht im Hinblick auf die Ausübung des Mandats.

Daneben hat er als "schwäbischer Tüftler" immer wieder sozial- und finanzpolitisch innovative Konzepte erarbeitet und mit mehreren Patentanmeldungen seine Begeisterung für umwelt- und menschenfreundliche Technik unter Beweis gestellt. Sein politisches Projekt ist die öko-soziale Marktwirtschaft, wobei er betont, dass für ihn alle Teile dieses Begriffs gleichgewichtig sind.

Ausbildung
  • Abitur am Stiftsgymnasium in Sindelfingen
  • Zivildienst an der Käthe-Kollwitz-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Böblingen
  • Diplom-Sozialarbeiter (Ev. FHS, Reutlingen)
  • Diplom-Pädagoge (Uni Tübingen, 2. Hauptfach Politik)

Beruflich

  • Seit 27.3.2011: Grüner Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis 60 Reutlingen. Derzeit Mitglied im Sozialausschuss und Wirtschaftsausschuss. Er ist Sozialpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Vorsitzender des Arbeitskreis Soziales und Integration sowie Sprecher für Technologiepolitik. 
  • Seit 2009: Kursleiter zur „Rechtsdurchsetzung“ für Menschen mit Behinderungen beim Diakonischen Institut Reutlingen. Auswertung der Bruderhausdiakonie: Seither wesentlich mehr erfolgreiche Einsprüche gegen fehlerhafte Verwaltungsentscheidungen.
  • Seit 2008: Leiter der Planungsgruppe Ökologischer Stadtteil in Mariaberg: Ökologisches Fuhrparkmanagement, Fortbildungen, Einsatz von Energiespartechnik, regenerative Energieerzeugung, Mitarbeitersolaranlagen auf Dächern von Mariaberg (2009-2010 im Wert von ca. 250.000 Euro).
  • Von 2007-2011:
    Geschäftsführer
    von Wohnen plus (Hilfen für Menschen mit Behinderungen) des Mariaberg e.V.: Ca. 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im Tarif der AVR Württemberg = TVÖD plus), über 19 Millionen Euro Jahresumsatz. Diese Tätigkeit ruht seit Mai 2011.

  • Anfang 2002 bis Ende 2006: 

    • Referent für besondere soziale Lebenslagen und Wohnungspolitik beim Diakonischen Werk der EKD: Kritische Begleitung der Hartz-Gesetze I bis IV, bundesweites Projekt über Mietobergrenzen und „Kosten der Unterkunft“.
    • In Personalunion Bundesgeschäftsführer der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V. (60% der bundesweiten Wohnungslosenhilfe): Bundesweites Monitoring über die Verwirklichung sozialer Rechte, „gebeugter Paragraf“ als Negativpreis für sozialrechtswidrige Verwaltungspraxis, Fachkongresse mit 250 bis 350 Teilnehmenden.
    • Mitarbeitervertretung (MAV) und Arbeitnehmervertreter in der arbeitsrechtlichen Kommission der EKD.

  • Zwischen 1994 und 2001: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag.
    Themen: Innen, Recht, Migration, Kinder / Jugend, speziell Armuts- und Reichtumsbericht, Staatsbürgerschaftsrecht, Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung und Entwicklung der grünen Kindergrundsicherung.

  • Zwischen 1987 und 1994:

    • Angestellt in einem Naturkostladen (6 Monate, zur Studienfinanzierung)
    • Mobile Jugendarbeit (Streetwork, Gemeinwesenarbeit, Einzelfallhilfe),
    • Jugend- und Erwachsenenbildung (Landeszentrale für politische Bildung; Böll-Stiftung, dort Kongress über Risikotechnologien)
    • FH- und Uni-Assistent für Kinder-, Jugend- und Sozialhilferecht und Pädagogik (Schulforschung und –lehre mit Ringvorlesung und Publikationen).
      Außerdem seit 1997: 

  • Entwicklung und Vertrieb von umweltverträglicher Technik, vor allem muskelbetriebene Fahrzeuge, mehrere Gebrauchsmuster und Patentanmeldungen, u.a. Falträder; aktuell in Entwicklung ist ein kettengetriebener Wipproller, zusammen mit einem schwäbischen Integrationsunternehmen.

Ehrenamtlich

  • Seit 1984:
    In unterschiedlichen Funktionen auf Orts-, Kreis- und Landesebene bei Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, u.a.

    • Kreisvorstand im KV Böblingen und Organisator der Landtagwahl 1988
    • seit 1988 im KV Reutlingen, 1988 erstmals Kreisvorstand
    • Mitarbeit in der LAG Schule, darunter Kassierer und Sprecher,
    • zwischen 1988 und 2005 viele Jahre gewählter Redakteur der grünen Mitgliederzeitschrift „Grüne Blätter“ in Baden-Württemberg

  • 2001-2005:

    • Kassierer und Vorsitzender eines freien Trägers der Jugendhilfe.
    • Grüner Bundestagskandidat im Wahlkreis Reutlingen.

  • 2005/2006:
    Zusammen mit Manuel Emmler Entwicklung eines durchgerechneten Konzepts für ein „grünes Grundeinkommen“, eingebracht über die grüne BAG Wirtschaft und Finanzen; vorgestellt auf dem bundesweiten grünen Zukunftskongress im Herbst 2006. Dieses Konzept ist die inhaltliche Basis für das 2007 in Baden-Württemberg (in vereinfachter Form) beschlossene grüne Grundeinkommen.

  • 2007:
    Mitglied der Kommission des Bundesvorstands von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme, dort Vorsitz der AG Grundeinkommen.

  • 2009:
    Wiederwahl als einer von zwei baden-württembergischen Delegierten bei der grünen BAG Gesundheit und Soziales.

  • 2010:
    Projekt „Nachhaltige Grundsicherung“ der Evangelischen Akademien in Deutschland; mit diesem Thema Referent beim Europakongress der christlichen Sozialverbände im März 2010 in Stuttgart.

Politische Schwerpunkte
  • Kinder- und Jugendpolitik
  • Soziale BürgerInnenrechte (speziell Sozialgesetzbücher II, VIII, IX und XII)
  • Grundeinkommen
  • Armut / Reichtum in Verknüpfung mit nachhaltiger Steuer- und Finanzpolitik
  • Sozialwirtschaft
  • Bildung
  • Energiepolitik
  • Umwelttechnologien

Hobbys

  • Politik und Zeitgeschichte
  • Fotografie
  • Fahrradfahren und - reisen (seit über 20 Jahren Mitglied im ADFC, allgemeiner Deutscher Fahrradclub, außerdem im VCD, Verkehrsclub Deutschland)
  • Umweltverträgliche Technik